Bei SKAT verursacht der Wirkstoff Alprostadil im Caverject® und Viridal® bei vielen Männern ein unangenehmes, lang anhaltendes Druckgefühl oder sogar starke Schmerzen im Penis. Diese Nebenwirkung führt oft dazu, dass nach wenigen Versuchen die Behandlung mit SKAT abgebrochen wird. Bevor man jedoch diese sehr wirksame Methode aufgibt, empfiehlt es sich, die folgenden Möglichkeiten auszuprobieren:

  1. Generell kann man sagen, dass die Schmerzen nach etwa 20 bis 30 Anwendungen deutlich nachlassen. Es kann daher sinnvoll sein, erst mal die Zähne zusammenzubeißen.
  2. Mit der Reduzierung der Dosis werden auch die Schmerzen geringer. Es hilft daher, wenn man zu Beginn der Anwendung eine niedrigere Dosis wählt, auch wenn dann keine ganz harte Erektion entsteht. Wenn das Eindringen in die Scheide mit dem nicht ganz harten Penis schwierig ist, dann hilft oft ein Penisring und/oder eine Gleitcreme.
  3. Statt des Wirkstoffs Alprostadil im Caverject® oder Viridal® kann man auch ein Gemisch aus Papaverin und Phentolamin spritzen. Das Präparat Androskat® besteht aus dieser Mischung. Androskat® verursacht deutlich weniger Schmerzen, hat aber etwas häufiger eine Dauererektion (Priapismus) und eine Schwellkörperverhärtung (Fibrose) als Nebenwirkungen. Das Risiko für eine Dauererektion lässt sich aber gering halten, wenn man sich in kleinen Schritten an die wirksame Dosierung herantastet; die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Verhärtungen lässt sich durch ständigen, systematischen Wechsel der Einstichstellen reduzieren. Androskat® ist in Deutschland zugelassen, wird aber nicht angeboten. Jeder Apotheker kann es jedoch problemlos über eine internationale Apotheke beschaffen. Es ist verschreibungspflichtig und etwas billiger als Caverject® und Viridal®. Es gibt auch Apotheken, die eine sterile Lösung der gleichen Zusammensetzung wie das Androskat im eigenen Labor herstellen und gegen Privatrezept abgeben. Nähere Infos zu diesem äußerst preiswerten Präparat auf Anfrage.

In der medizinischen Fachliteratur werden noch weitere Möglichkeiten angegeben, z.B. die Beimischung eines Schmerzmittels wie Lidocain. Das wird leider nicht praktiziert, weil es den meisten Ärzten nicht bekannt ist und Apotheken eine solche Mischung nicht herstellen. Außerdem erfordert die Handhabung Erfahrung in sterilem Arbeiten, das nur wenige Anwender haben dürften.

Ihr

Dr. Dieter Horrmann