Das Potenzmittel Viagra ist ein Arzneimittel und wie bei allen Medikamenten ist es selbstverständlich möglich, dass es bei Einnahme Nebenwirkungen verursacht. Deshalb ist der Hersteller in der Pflicht und sich dieser Verantwortung auch bewusst, Langzeitstudien zu veröffentlichen.

Die Ergebnisse dieser Studien zeigen weitgehend keinerlei Nebenwirkungen des Potenzmittels. In einigen, wenigen Fällen wurden leichte Rötungen der Gesichtshaut festgestellt. In anderen Fällen leichte Kopfschmerzen. Diese möglichen Nebenwirkungen verschwanden allerdings nach dem Abklingen der Wirkung des Präparates. Auch steht noch immer nicht fest, ob diese Nebenwirkungen überhaupt durch das Präparat entstanden sind. Kopfschmerzen können letztlich auch ohne die Einnahme eines solchen Medikaments entstehen und von daher kann in den Langzeitstudien nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die in so seltenen Fällen von den Probanden beschriebenen Nebenwirkungen tatsächlich von Viagra ausgelöst wurden.

Trotzdem sollte der Umgang mit dem Potenzmittel Viagra, wie auch mit jedem anderen Medikament, nicht leichtfertig erfolgen. Aus diesem Grund ist das Präparat in Deutschland rezeptpflichtig. Ein umfangreiches Gespräch mit dem Arzt ist vor der Rezeptierung unbedingt erforderlich.

Die Einnahme von Viagra kann durchaus zu unerwünschten und riskanten Nebenwirkungen führen, wenn gewisse andere, körperliche Erkrankungen vorliegen oder der Patient bereits andere Medikamente dauerhaft einnehmen muss – in solchen Fällen kann es zu Wechselwirkungen kommen. Vor allem sollten Patienten, bei denen eine Herzerkrankung vorliegt, die Einnahme mit ihrem Arzt besprechen. Sie müssen nicht unbedingt auf das Potenzmittel verzichten, allerdings sollte die Einnahme ärztlich kontrolliert und überwacht werden.

Scheu vor diesen Gesprächen mit dem Arzt sollte kein Mann haben, sondern sich statt dessen bewusst machen, dass die erektile Dysfunktion keinesfalls ein Einzelfall ist, von dem man nur selbst betroffen ist, sondern von dem drei von fünf Männern in der Altersgruppe ab fünfzig Jahren betroffen sind. Auch jüngere Männer sollten keine falsche Scham empfinden, denn Erektionsstörungen sind häufig psychisch bedingt. Bei den wachsenden, beruflichen Anforderungen an den Einzelnen und dem damit verbundenen Stress ist es nicht verwunderlich, dass der Körper mit Alarmzeichen reagiert. Die Potenzmittel mindern den Leistungsdruck und die Manneskraft wird gestärkt.

 

 

Ihr
Dr. Dieter Horrmann